Kometen
Kometen sind "schmutzige Schneebälle". Ihr Ursprungsort ist der sogenannte "Kuiper-Gürtel"; eine "Schale" von Fragmenten aus Eis und Gestein an der äußersten Grenze unseres Sonnensystems.
Kommen Kometen der Sonne zu nahe, "verdunsten" durch die hohen Temperaturen Teile von ihm und es bilden sich ein Staubschweif (Teilchen, Materie) und ein Gasschweif (ionisierte Gase) aus, die die Schönheit eines Kometen ausmachen. Diese Kometenschweife werden bis zu einigen hundert Millionen Kilometer lang!
Kometen werden durch Zusammenstöße oder Gravitationsstörungen in das innere Sonnensystem in Bewegung gesetzt. In seltenen Fällen treffen sie auch einmal einen Planeten, wie z.B. der Komet Shoemaker-Levy, dessen Bruchstücke zwischen dem 16. und 22. Juli 1994 auf dem Jupiter einschlugen. Oder der Tunguska-Komet, der am 30. Juni 1908 in Sibirien extreme Verwüstungen anrichtete. Nicht vorzustellen, was es für Auswirkungen gehabt hätte, wenn der Komet in einer dicht besiedelten Gegend eingeschlagen wäre...
Konjunktion
Bei einer Konjunktion im astronomischen Sinne, stehen die Himmelskörper in einer Reihe hintereinander. Z.B.: Erde - Sonne - Planet oder Erde - Planet - Sonne. Das heißt: Wenn ein Planet in Konjunktion steht ist er in etwa der selben Richtung wie die Sonne zu finden und deshalb nicht beobachtbar.
Obere und untere Konjunktion:
Die Planeten Merkur und Venus umkreisen die Sonne in einem kleineren Abstand als unsere Erde. Da es dadurch niemals zu einer Opposition kommen kann, spricht man von oberer und unterer Konjunktion.
Die untere Konjunktion ist dann gegeben, wenn die Positionen Erde - Planet (Merkur oder Venus) - Sonne eine Linie bilden. Der Planet ist uns währenddessen am Nächsten. Manchmal, wenn sich die Ekliptik mit der Planetenbahn zum Zeitpunkt der unteren Konjunktion kreuzt, kommt es zu einem Vorübergang des Planeten vor der Sonnenscheibe. Es ist dann also "Merkur- oder Venusfinsternis".
Von einer oberen Konjunktion spricht man, wenn die Position Erde - Sonne - Planet (Merkur oder Venus) eine Linie darstellt. Dabei ist der Planet am weitesten von uns entfernt und steht in etwa hinter der Sonne (nördlich oder südlich).
Kuipergürtel
Der Kuiper-Gürtel stellt eine Häufung von Kometen und thermisch nur sehr gering bearbeiteten kometenähnlichen Eis- und Gesteinskörpern, den so genannten Kuiperoiden, in einem Bereich knapp hinter der Neptun- und Plutobahn bis zu einer Entfernung von 500 AE (Astronomische Einheit) dar. Diese Häufung wurde erstmals im Jahr 1930 von Frederick C. Leonard postuliert. Die These wurde im Jahr 1947 von Kenneth Edgeworth und im Jahr 1951 von Gerard Peter Kuiper weiter ausgebaut. Der Kuiper-Gürtel wird dabei als Quelle der kurzperiodischen Kometen mit elliptischer Umlaufbahn angesehen. Die Oortsche Wolke hingegen bildet die Quelle der langperiodischen Kometen mit hyperbolischer Umlaufbahn. Das im Jahr 1992 von David C. Jewitt und Jane X. Luu entdeckte Objekt mit der Bezeichnung 1992 QB1 markierte den Beginn der Erforschung dieses Bereiches unseres Sonnensystems. Nach neusten wissenschaftlichen Ansichten wird der Planet Pluto auch als Vertreter dieser Objektgruppe eingestuft.
In Anbetracht der Tatsache, dass Kuiper nicht der erste Astronom war, der die Existenz der Objekte vorhergesagt hat, wird der Kuiper-Gürtel manchmal auch als Edgeworth-Kuiper-Gürtel, Leonard-Edgeworth-Kuiper-Gürtel oder Variationen daraus bezeichnet.
Die Objekte, die mit dem Kuiper-Gürtel assoziiert werden, auch Kuiperoiden oder Kuiper Belt Objects (KBOs) genannt, lassen sich grundsätzlich in vier Gruppen unterteilen:
Transneptunische Objekte (TNOs)
Neptun Trojaner
Ungewöhnliche Kleinplaneten = Unusual Minor Planets (UMPs)
Centauren
Die auch im inneren Sonnensystem sichtbaren kurzperiodischen Kometen werden aufgrund der Vielzahl von Objekten separat in der Rubrik Kometen behandelt. Eine Übersicht der langperiodischen Kometen ist in der Rubrik Oortsche Wolke zu finden.
Kulmination
Kulmination
Wenn ein Objekt kulminiert, geht es durch den höchsten Punkt seiner Bahn. Der Kulminationspunkt liegt immer exakt im Süden auf dem sogenannten Meridian, einer gedachten Linie vom Südpunkt über den Zenith zum Himmelspol.
