Willkommen auf Rudis Astropage
P
http://www.rudis-astropage.de/p.html

© 2010 Willkommen auf Rudis Astropage

Perihel

Perihel  

Das Perihel ist der sonnennächste Punkt einer Planetenbahn. Die Erde hat ihren Perihel - Durchgang um den 3. Januar (2.–4. Jan.) bei 147,099 Mio. km.

 

zurück zur Suche

Phasen

 

Phasen

Wie unser Erdenmond zeigen auch die Planeten Merkur und Venus die gleichen Phasen. Nahe der unteren Konjunktion erscheinen die beiden Planeten als schmale Sicheln. Das hat schon Galileo Galilei mit seinem Fernrohr entdeckt und beschrieben. Für ihn war das damals der Beweis, dass sich die Planeten um die Sonne bewegen und nicht um die Erde.

 

zurück zur Suche

Phobos

Phobos  

Phobos ist mit den Abmessungen von 28x23x20 km der größere der beiden Marsmonde und umkreist den Mars alle 7h 39m in einer durchschnittlichen Entfernung von 9.378 km vom Marsmittelpunkt. Bei jedem Umlauf verursacht er eine Sonnenfinsternis. Vom Mars aus betrachtet bedeckt er maximal ein Fünftel der Sonnenscheibe. Es kommt dabei zu einer partiellen Sonnenfinsternis.  Dies bewirkt sogar einen kleinen diffusen Schatten von 21 Sekunden Dauer! Dieses Phänomen konnte die hochauflösende Stereokamera (HRSC) an Bord von Mars Express im November 2005 einfangen.

 

zurück zur Suche

Planet

Planet

Im Altertum war mit Planet ein wandernder, gegenüber den anderen Fixsternen sich verändernder Stern gemeint (kommt aus dem Griechischen und heißt so viel wie "Wandelstern") . Damals waren nur Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter und Saturn bekannt, da man sie mit dem bloßen Auge sehen konnte.

Nach der Erfindung des Fernrohrs (um 1608) entdeckte William Herschel am 13. März 1781 den siebten Planeten unseres Sonnensystems. Uranus, der außerhalb des Saturns die Sonne umkreist. Am 1. Januar 1801 entdeckte Giuseppe Piazzi einen neuen "Planeten",  Ceres, der nurU mit Teleskopen zu beobachten ist. Kurz darauf gab es weitere Entdeckungen von ähnlichen Objekten zwischen Mars und Jupiter. Die Anzahl der Planeten stieg mit der Entdeckung des  Planeten Neptun am 23. September 1846 durch den deutschen Astronom Johann Gottfried Galle und seiner Assistenten in Berlin auf 13.

Weil sich die Neuentdeckungen von Objekten zwischen der Mars- und Jupiterbahn zu sehr häuften und diese Objekte um Größenordnungen kleiner waren als alle klassischen Planeten, wurde diesen der Planetenstatus wieder aberkannt. Nur noch Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun galten als Planeten.

Am 13. März 1930 entdeckte der Amerikaner Clyde W. Tombaugh ein neues Objekt, Pluto. Seine Größe wurde am Anfang überschätzt und er wurde zum 9. Planeten. Es stellte sich jedoch Ende des 20. Jahrhunderts heraus, dass er nur ein Objekt unter vielen ist und sich noch viele anderen "Transneptune" außerhalb der Neptunbahn befinden. Als mit 2003 UB313 (heute: Eris) ein Objekt gefunden wurde, das größer ist als Pluto, musste man den Begriff Planet neu definierten. So wurde in einem Beschluss der Internationalen Astronomischen Union (IAU) vom 24. August 2006 der Begriff Planet neu formuliert. Seitdem gibt es nur noch 8 Planeten. Pluto wurde zum "Zwergplanet" degradiert.

Den Merkspruch "Mein Vater Erklärt Mir Jeden Sonntag Unsere Neun Planeten" kann man durch einen neuen Merkspruch "Mein Vater Erklärt Mir Jeden Sonntag Unseren Nachthimmel" ersetzen.

Auf der 26. Generalversammlung der Internationalen Astronomischen Union (IAU) in Prag wurde am 24. August 2006 wie folgt definiert:

Demnach ist ein Himmelskörper ein Planet, wenn er …

1. sich auf einer Bahn um die Sonne befindet und

2. über eine ausreichende Masse verfügt, um durch seine Eigengravitation eine annähernd runde Form (hydrostatisches Gleichgewicht) zu bilden und

3. die Umgebung seiner Bahn bereinigt hat und

4. kein Mond ist.

Ein Himmelskörper ist ein Zwergplanet, wenn er …

1. sich auf einer Bahn um die Sonne befindet und

2. über eine ausreichende Masse verfügt, um durch seine Eigengravitation eine annähernd runde Form (hydrostatisches Gleichgewicht) zu bilden und

3. die Umgebung seiner Bahn nicht bereinigt hat (d.h. kaum weitere Körper auf einer sehr ähnlichen Umlaufbahn vorkommen) und

4. kein Mond ist.

Pluto ist jetzt  ein Zwergplanet, ebenso wie Ceres und Eris.

 

zurück zur Suche

Pluto

Pluto (jetzt "Doppel-Zwergplanet")

Der US-amerikanische Astronom Percival Lowell, suchte ab 1905 nach einen weiteren Planeten außerhalb der Neptunbahn. Er bemerkte leichte Störungen, die man in der Bahnbewegungen des Planeten Uranus. Nach Lowells Tod wurde von seinen  Mitarbeitern im Lowell Observatorium die Suche fortgesetzt. Im Jahr 1930 fand der US-amerikanische Astronom Clyde William Tombaugh das gesuchte Objekt in der Nähe der von Lowell vorhergesagten Position.

 Am 24. August 2006 wurde Pluto zum "Zwergplaneten" degradiert.

Physische Daten von Zwergplanet Pluto und Zwergplanet Charon

Pluto umkreist die Sonne einmal alle 247,7 Jahre in einer mittleren Entfernung von 5,9 Milliarden km. Seine Umlaufbahn ist so exzentrisch, dass er manchmal näher an der Sonne ist als Neptun. Die Möglichkeit eines Zusammenstoßes mit Neptun besteht jedoch nicht. Die Umlaufbahn von Pluto ist um mehr als 17,2 Grad zur Ebene der Ekliptik geneigt und kreuzt nie wirklich den Weg von Neptun.

Pluto kann nur durch große Teleskope beobachtet werden und weist eine gelbliche Färbung auf. Lange Zeit war wenig über den Planeten bekannt, bis 1978 von J. Christy ein relativ großer Mond (Cahron) entdeckt wurde. Pluto und Charon umkreisen im gegenseitigen Abstand von 19130 km in 6 Tagen und 9,3 Stunden einen gemeinsamen Schwerpunkt. Im Gegensatz zum Erde-Mond-System, bei der dieser Schwerpunkt sich innerhalb der Erde befindet, liegt dieser Punkt zwischen den beiden Zwergplaneten.  Pluto hat einen Durchmesser von 2.250 km und Charon von 1.192 km. Man fand heraus, dass Pluto in Sonnennähe wohl temporär eine dünne Atmosphäre besitzt, die möglicherweise aus Methan oder Stickstoff besteht. Der Druck auf der Oberfläche des Planeten ist schätzungsweise etwa 100.000-mal schwächer als der Druck auf der Erde auf Meereshöhe. Es sieht so aus, als würde die Atmosphäre von Pluto während seines langen Winters an den Polen kondensieren und sich zu Polkappen ausbilden.

Die Dichte des Planeten ist etwa doppelt so groß wie die Dichte von Wasser. Das Innere Plutos besteht offensichtlich aus einem höheren Anteil an Stein- und Felsmaterial als das der anderen Planeten des äußeren Sonnensystems. Er kann mit einem "schmutzigen Schneeball", ähnlich der chemischen Zusammensetzung der Kometen,  verglichen werden.

Erforschung

Die Erforschung von Pluto ist aufgrund der immensen Entfernungen und der damit verbundenen langen Flugzeiten sehr schwierig. Das von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA im Jahr 1997 aufgelegte Programm  Pluto-Kuiper-Express sollte ursprünglich im Dezember 2004 gestartet werden und den Pluto nach einer Flugzeit von 8 bis 9 Jahren erreichen. Aus Geldmangel wurde dieses Projekt jedoch eingestellt. 

Raumsonde „New Horizons” in Richtung Pluto gestartet

Mit zwei Tagen Verspätung wurde am 20. Januar 2006 die Raumsonde „New Horizons” mit einer Atlas V 551 Rakete in Richtung Pluto gestartet. Die Sonde ist mit einer nie da gewesenen Geschwindigkeit unterwegs.
Bis zum Mond benötigte die Apollo-Mission drei Tage, New Horizons legt diese Strecke in nur neun Stunden zurück! Die Raumsonde wird zunächst, nach einer 13 monatigen Reise, seine Instrumente beim Vorbeiflug am Jupiter testen und gleichzeitig die Schwerkraft nutzen, um nochmals kräftig zu beschleunigen. Wäre die Mission nicht vor dem 3. Februar gestartet, hätte die Sonde den Jupiter verfehlt und die Reise hätte 13 Monate länger gedauert. Im Juli 2015 soll die Sonde nun den Eiszwerg Pluto erreichen. Die Wissenschaftler erhoffen sich eine Vielzahl neuer Erkenntnisse und eine Innenansicht unseres Sonnensystems, wie es vor 4,5 Milliarden Jahren war.

Monde       

Charon wurde 1978 von J. Christy als leichte Elongation des Bildes von Pluto entdeckt, auf einer Fotographie, die am US Naval Obersvatory gewonnen wurde. Mit einem Durchmesser von 1.190 km hat er etwa die halbe Größe von Pluto. Seine Umlaufperiode ist 6,39 Tage, was wahrscheinlich auch die Rotationsperiode von Pluto und Charon ist. Beide haben eine geringe Dichte, etwa die doppelte Dichte von Wasser, was vermuten lässt, dass sie hauptsächlich aus Eis bestehen, wenn auch mit einem beträchtlichem Felskern. Das Spektrum von Charon weist auf Eisvorkommen hin, nicht aber auf Methan, das auf Pluto vorkommt.

Nix und Hydra wurden durch Beobachtungen mit dem Hubble Space Telescope im Jahr 2005 entdeckt und trugen die offizielle Bezeichnung „S/2005 P1” und „S/2005 P2”. Die Durchmesser der Monde Nix und Hydra konnten bisher nur aufgrund ihrer gemessenen Helligkeiten geschätzt werden. Je nach angenommener Albedo ergeben sich Werte zwischen rund 40 und 160 km. Sie umlaufen Pluto auf nahezu kreisförmigen Umlaufbahnen und in einer gemeinsamen Bahnebene mit Charon in einer Entfernung von etwa 65.000 beziehungsweise 50.000 km. Ihre Umlaufzeiten sind zu der des großen Mondes annähernd resonant; Während Charon den Pluto zwölf Mal umrundet, wird Pluto von Hydra in der selben Zeitspanne ziemlich genau zwei Mal und von Nix ungefähr drei Mal umkreist. Im Unterschied zum rötlicheren Pluto haben die kleinen Trabanten anscheinend die gleiche neutrale graue Farbe wie Charon.

Kurzübersicht wichtiger Daten

Merkmal

Wert

Äquatordurchmesser (relativ zur Erde)

2.250 km (0,18)

Masse (relativ zur Erde)

0,015×1024 kg (0,09)

Dichte

1,10 g/cm3

Oberflächenschwerkraft relativ zur Erde

0,06

Durchschnittstemperatur

-230°C

Albedo

0,30

Durchmesser (scheinbar)

max. 0,01"

Inklination

17,20°

Exzentrizität

0,25

Perihel

4.425 Mio. km

Aphel

7.375 Mio. km

Umlaufdauer

247,70 Jahre

Rotationsdauer

153:00 Stunden (Ost-West)

Bahngeschwindigkeit (durchschnittlich)

4,70 km/s

Abplattung an den Polkappen

?

Anzahl der Monde

3 (Stand Juni 2007)

 

 

zurück zur Suche